Mit dem Rennrad von Steinhaus nach Wien – 10h | 272km

Eine Ausfahrt mit dem Rennrad stand heute am 3. Adventsonntag am Programm. Das Wetter ist aber so ziemlich das mieseste seit langem. Feucht-windig. Sehr windig. Sehr feucht – Regen. Absolut nicht die Bedingung die mich nach draußen, geschweige den auf meinen Drahtesel zieht. Anders vergangenen Freitag. Gut eine Woche zuvor habe ich beschlossen noch dieses Jahr eine „Kirchen-Tour“ zu machen. Also non-stop von der Steinhauser Pfarrkirche bei mir ums Eck zum Stephansdom nach Wien zu fahren. Gedacht – getan.

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Meine 1. Bikepacking Tour – Radreise aus längst vergangenen Tagen

Es ist schon wieder über fünf Jahre her das ich diese Tour gemacht habe, doch gerade bei dieser einwöchigen Radreise wurde der Grundstein für meinen großen Traum gelegt. Hätte ich schon damals alle Hebel in Bewegung gesetzt um mir den Traum einer Langzeitreise mit dem Rad zu erfüllen, könnte ich heute wohl schon einige Geschichten darüber erzählen. Andererseits habe ich in dieser Zeit viele wunderbare Momente erlebt sowie auch viele Menschen kennen gelernt, die mich entweder inspiriert und gestärkt haben oder ans Herz gewachsen sind. Leider nimmt das (Liebes)Leben manchmal einen anderen Lauf als man es sich wünscht und spätestens dann muss man, zumindest ich, einfach mal abschalten, den Kopf frei machen, die Seele baumeln lassen, das tun was einem gut tut. So wie auch im September 2010. 2010 war in vielerlei Hinsicht ein sehr turbulentes Jahr und so machte ich in diesem Jahr im Herbst eine einwöchige Radtour nach Südtirol.

Die Etappen

Leider habe ich keine genauen Aufzeichnungen darüber gemacht, wann ich wo wieviel gefahren bin. Ich weiß aber noch soviel: es waren in Summe 750 km und zirka 10500 Höhenmeter.

Tag 1: Wels – Bischofshofen

Wels – Lambach – Gmunden – Ebensee – Bad Ischl – Bad Goisern – Gosau – Russbach am Pass Gschütt (957 m.ü.A) – Annaberg im Lammertal – St. Martin im Tennengebirge – Hüttau – Bischofshofen

Tag 2: Bischofshofen – Döllach

Bischofshofen – Mühlbach am Hochkönig – Dientner Sattel (1370 m.ü.A) – Dorf Dienten – Lend – Taxenbach – Bruck an der Glocknerstrasse – Großglockler Hochalpenstrasse – Fuscher Törl (2428 m. ü. A.) – Hochtor (2504 m.ü.A) – Heiligenblut – Döllach

Tag 3: Döllach (A) – Misurina (I)

Döllach – Winklern – Iselsbergpass (1204 m.ü.A) – Lienz – Silian – Toblach – Misurina (1754 m.ü.A)

Tag 4: „Ruhetag“ – Mountainbiketour rund um die 3 Zinnen in den Sextener Dolomiten (I)

Misurina – Auronzohütte (2320 m.ü.A) – rund um die 3 Zinnen gegen den Uhrzeigersinn – Misurina

Tag 5: Misurina (I) – Bozen (I)

Misurina – Toblach – Bruneck – Mühlbach – Brixen – Bozen

Tag 6: Bozen (I) – Prad am Stilfersjoch (I)

Bozen – Meran – Naturns – Schlanders – Prad am Stilfersjoch

Tag 7: Prad am Stilfersjoch (I)- Nauders (A)

Prad am Stilfersjoch (915 m.ü.A) – Gomagoi – Trafoi – Pass Stilfersjoch (2757 m.ü.A) – Umbrailpass (CH) – Val Müstair (CH) – Münster (CH) – Taufers (I) – Laatsch (I) – Burgeis (I) – Reschensee (I) – Reschenpass (1504 m.ü.A) – Nauders (A)

Von Nauders mit dem Bus nach nach Landeck und am Tag 8 mit Zug und Bike im Handgebäck zurück nach Wels.

Fazit

Diese Biketour war durch und durch sportlich. Zeit für Land und Leute blieb kaum. Aber es war ein großes Erlebnis an das ich sehr gerne zurück denke. Mit dieser Reise wurde der Grundstein für eine oder vieleicht auch mehrere Langzeitreisen gelegt. Mich fasziniert die Landschaft, am allermeisten wenn ich sie aus eigener Kraft erreiche, und halte diese gerne in Bildern fest.

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Wieder mal den Kopf frei machen

Nur mehr fünf Monate bis mein großes Abenteuer startet. Im April 2016 geht es ja mit dem Velo auf Reise. Die letzten Monate haben sich fast ausschließlich darum gedreht all meinen Ballast los zu werden, viel gelesen und recherchiert. Irgendwie schaut überhaupt kein Ende raus und so hab ich mittlerweile das Gefühl, dass die Zeit bis zum Start ziemlich knapp werden könnte. Mir fehlen noch etliche Informationen zu den ganzen Einreisebestimmungen, noch dazu bin ich mir über die Route noch gar nicht im Klaren. Erst mal sicherheitshalber eine große Runde in Europa drehen, oder doch gleich Richtung Osten navigieren? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Seit ein paar Wochen sind auch noch „Forschungsarbeiten“ im Bezug auf benötigtes und sinnvolles Equipment hinzugekommen. Bei den ganzen Überlegungen, recherchieren und organisieren habe ich auf eines völlig vergessen. Auf mich!

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Die Tage auf der Pühringer Hütte im Schnelldurchlauf

Elmsee

2 Wochen ist es schon wieder her, daß ich ein paar Tage in den Bergen unterwegs war. Bevor ich meinen Job bei einem neuen Arbeitgeber antrat musste ich ein wenig raus um Energie für die bevorstehenden Aufgaben und Herausforderungen zu tanken. Nach langem organisatorischen Hin und Her starteten wir zu zweit in Schachen/Gößl am Grundlsee. Aufgrund der ungewissen Wetter- und Schneelage wurde nur der Aufstieg zur Pühringer Hütte auf 1638m.ü.A. geplant. Alles Weitere sollte spontan und in Abhängigkeit der Gegebenheiten geplant werden. Den Großen Priel und die Welser Hütte als finales Ziel hatte ich ein wenig im Hinterkopf. Doch schnell wurde klar, das können wir uns abschminken. Das Gebiet im Toten Gebirge ist einfach zu verkarstet um bei dieser wenigen Schneemenge gefahrlos und unbeschadet ans Ziel zu kommen…

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Nationalpark Bayerischer Wald – Wanderung zwischen Deutschland und Tschechien

In den vergangenen Tagen hatte ich die Möglichkeit mit einer Mitarbeiterin des Nationalpark Bayerischer Wald durch selbigen zu wandern. Etwas skeptisch trat ich diese Tour an, denn oftmals kennt man aus den Medien lediglich die bizarre Landschaft. Das Waldgebiet wurde 1970 zum Nationalpark und fiel Mitte der neunziger Jahre massive dem Borkenkäfer zum Opfer. Heute ragen zahnstochergleich die toten Baumstümpfe in den Himmel und wirken auf dem ersten Blick nicht gerade einladend – eher schockierend.

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2 1/2 tägige Panoramawanderung rund um den Gosaukamm

Ausgangspunkt dieser herrlichen Wanderung war beim Gasthaus Gosausee am Vorderen Gosausee auf 933m.ü.A. Schon hier richtete sich der Blick auf das Dachsteinmassive, welches uns über den gesamten Weg bis zur Gablonzer Hütte begleite. Vom Gasthaus aus gingen wir kurz in westlicher Richtung den See entlang zu den nicht übersehbaren Wegweisern. Der Weg mit der Nummer 620 brachte uns durch einen Wald über die Krautgartenalm zur Gablonzer Hütte auf 1522m. Nach gemütlichen 1,5h* erreichten wir, eingestimmt auf die nächsten beiden Tagen, die Hütte. Nach einem eher spartanisch zubereiteten Bergsteigeressen, Bratwürste mit Sauerkraut und Erdäpfelschmarrn, wurde unverständlicherweise bereits um 20:30h Hüttenruhe verordnet…

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Europatreppe 4000 – Das größte Fitnessgerät der Alpen

Europatreppe 4000

Ist man mal ein paar Tage im Montafon, so gehört ein Besuch und die „Bezwingung“ der Europatreppe in Partenen zum Pflichtprogramm. „Bezwingung“ stelle ich bewusst unter Anführungszeichen, den letztendlich bleibt die Frage: Wer bezwingt hier wem? Um das herauszufinden haben wir uns von Galtür aus über die Silvretta Hochalpenstrasse auf den Weg nach Partenen gemacht. Steht man erst mal am Start der Europatreppe, dem größten Fitnessgerät der Alpen und längste gerade Treppe in Europa, so lassen erstmal die Fakten aufhorchen:

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Hohes Rad & Piz Buin – mein erster 3000er

Die Silvretta, für mich persönlich eine der schönsten Gebirgsgruppen in den österreichischen Alpen. Nicht nur zum Skifahren, auch zum Wandern, Bergsteigen, Klettern und vor allem zum Relaxen einer der Orte, der mich magisch anzieht. Auch wenn mich die Silvretta immer wieder in ihren Bann zieht, ist es doch schon einige Jahre her, dass ich das letzte mal hier war. Diesmal stand der Piz Buin (3312m.ü.A) am Programm.

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Fädnerspitze – schöne Wanderung an der Grenze Tirol/Vorarlberg

Die Fädnerspitze ist ein unscheinbarer Berg an der Grenze Tirol und Vorarlberg. Vom Kopssee hinter der Pension Zeinissee beginnt der Weg und verläuft die ersten beiden Drittel der Gesamtstrecke sanft bergauf. Erst im letzten Drittel gewinnt man mit jedem Schritt merkbar an Höhe. Oben auf 2788m.ü.A angekommen erwartet einem nicht etwa ein Gipfelkreuz – leider. Die Spitze wird von einer Messstation „geschmückt“.

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