Die Tage auf der Pühringer Hütte im Schnelldurchlauf

Elmsee

2 Wochen ist es schon wieder her, daß ich ein paar Tage in den Bergen unterwegs war. Bevor ich meinen Job bei einem neuen Arbeitgeber antrat musste ich ein wenig raus um Energie für die bevorstehenden Aufgaben und Herausforderungen zu tanken. Nach langem organisatorischen Hin und Her starteten wir zu zweit in Schachen/Gößl am Grundlsee. Aufgrund der ungewissen Wetter- und Schneelage wurde nur der Aufstieg zur Pühringer Hütte auf 1638m.ü.A. geplant. Alles Weitere sollte spontan und in Abhängigkeit der Gegebenheiten geplant werden. Den Großen Priel und die Welser Hütte als finales Ziel hatte ich ein wenig im Hinterkopf. Doch schnell wurde klar, das können wir uns abschminken. Das Gebiet im Toten Gebirge ist einfach zu verkarstet um bei dieser wenigen Schneemenge gefahrlos und unbeschadet ans Ziel zu kommen…

Nun zum Schnelldurchlauf:

Tag 1 – Gößl/Pühringer Hütte:

– Start mit schweren Gebäck bei Sonnenschein in Gößl am Grundlsee – über Weg Nr. 214 zu den beiden Lahngangseen – Regen beim Vordern Lahngangsee – die Schneemenge am Weg nimmt zu – Einbruch der Dunkelheit noch bevor die Hütte erreicht wurde – mit Stirnlampe und GPS im teilweise kniehohen Schnee nach 6h die Pühringer Hütte erreicht – Hütte „beziehen“ – Feuermachen und Schneeschmelzen – Kochen (sofern man das so nennen kann) – Essen – Nachtlager einrichten – schlafen

Tag 2 – 1. Versuch den Elm zu besteigen

– Tagwache früh am Morgen – Feuer machen – Schnee schmelzen – Geschirr vom Vortag abwaschen – draußen vor der Tür: Wind und Schneefall – der Elmsee ist über Nacht zu gefroren – Aufbruch mit Steigeisen und ohne Rucksack zum Elm – Schneefall – kaum bis keine Wegmarkierungen – intuitive Navigation unterstützt durch GPS – immer wieder Hüfthoch im Schnee – scheiß Felsspalten – nach 2h und gerade mal 1/3 der Wegstrecke Umkehr – Bewölkung lässt nach – ein paar Sonnenstrahlen kommen durch – nach gut 30min Abstieg Hütte erreicht – kaum mehr Wolken am Himmel – die Umgebung unmittelbar rund um die Hütte erkunden – Fotografieren – fremde Stimmen dringen in unsere Gehörgänge – wir bekommen Besuch – 5 Hüttengenoßen machen sich breit und bereiten ein herzhaftes Abendessen zu – Kennenlernen, lustige und interessante Gespräche mit den Neuankömmlingen – spät aber doch – schlafen

Tag 3 – der Elm hat mich geduldet

– Tagwache früh am Morgen – Feuer machen – Schnee schmelzen – Geschirr vom Vortag abwaschen (diesmal die 5er Gruppe) – draußen vor der Tür: herrlicher Sonnenschein – schnell sind wir wieder nur zu zweit – erneuter Aufbruch zum Elm – 1/3 der Strecke bereits gespurt – nach 2h Aufstieg ca. die hälfte des Weges geschafft – die Zeit wird knapp – eine Entscheidung muß her – Britta wartet – zügiger Aufstieg zum Elm im Aleingang – Orientierung: Spuren im Schnee von Tieren (eigener Artikel darüber folgt) – glücklich und zufrieden den Elm Gipfel 2128m.ü.A erreicht – herrlichen Ausblick weit in die Alpen genoßen – Abstieg zu Britta und weiter zu Pühringer Hütte – Hütte belegt – Familie mit 2 Kindern…. – kochen, essen, relaxen, lesen -Buchtip: Der Alchimist

Tag 4 – alles hat ein Ende

– Hütte räumen – Abstieg

Fazit: ein paar Tage abseits dem städtischen Treiben. Genau richtig um Kraft und Energie zu schöpfen. Vom Wetter her gesehen alles dabei, Regen, Schnee, Sonnenschein, sternenklarer Himmel, Mondschein… Eine große Erfahrung machte ich beim 2. Aufstieg zum Elm, wo mich Fußabdrücke von Tieren im Schnee den Weg zum Gipfel zeigten.

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